Dienstag, 28. Juli 2009

Es geht weiter...!

So jetzt wirds Zeit zu gehen...

Seit neustem ist Gordito unser neuer Begleiter für die nächsten drei Monate. Er ist ca. 5 Meter lang, 2.5 Meter breit und braucht sehr viel Nahrung – ein typischer Ami halt! Es war echt ein super Schnäppchen und wir hoffen das er durchhält. Boris hat nun auch ein Bett montiert!!! Zelt, Gaskocher sowie sonstiges Campingmaterial ist auch im Auto verstaut. Also eigentlich sind wir nun abfahrbereit... Ein Bärenspray haben wir uns in der Zwischenzeit nämlich auch besorgt (wäre nur noch gut, wenn man diesen auf die Wanderungen mitnehmen würde, gäll Boris!)

Leider regnete es in den letzten Tagen ziemlich oft und wann, dann den ganzen Tag. So hatten wir wenigstens Zeit, unsere vielen Fotos auszusortieren und den Blog auf dem neusten Stand zu halten. Die Tage verfliegen hier und es ist so schwierig zu sagen wieviel Uhr es ist, denn Dunkelheit gibt es selten und stockfinster wird es hier im Sommer erst gar nicht. Wir leben einfach in den Tag, völlig zeitlos... essen wann wir hungrig sind, so kommt es, dass wir meistens erst um 22 uhr unser Nachtessen verspeisen.

Vor einigen Tagen war Bear-Watching angesagt. Von denen gibt es hier ja massenweise:-) Eine kurze Autofahrt zum Russian River mit unserer super Carozze! Ohne!!! Bärenspray zottelten wir also los zu den Wasserfällen, wo sich angeblich viele Bären aufhalten. Die Fische kämpften sich durch den Strom des Flusses und versuchten die Wasserfälle hinauf zu springen, was auch ein Spektakel ist, da diese Lachse (100e davon) nicht gerade klein sind. Weit und breit war jedoch kein Bär in Sicht. Wir haben die Suche schon fast aufgegeben. Plötzlich tauchte aus dem Nichts ein Schwarzbär auf. Mir blieb für kurze Zeit der Atem stehen und mein Herz begann schneller zu schlagen. Boris begann sich bemerkbar zu machen, so dass sich der Bär schnellstmöglich wieder von uns entfernte. Innert kürzester Zeit stand jedoch gleich ein anderer Grizzly an derselben Stelle (Distanz ca. 15 Meter). Wir haben uns fast in die Hosen ges........ es war echt ein riesen Apparat!!! Achtung, ja keine schnellen Bewegungen, Kamera raus und abknipsen:-) Gemütlich verschwand er flussaufwärts. Zum Glück ohne uns zu beachten. Ok, unser nächstes Ziel war, ihn weiter oben abzufangen... Wir rannten beinahe wieder zurück und nach einigen Minuten entdeckten wir den Grizzly wieder auf der anderen Flusseite beim Fisch fressen. Seine Darbietung beinhaltete das volle Programm: Fisch fressen, scheissen, sich am Baum kratzen, Fische fangen... wir fühlten uns wie im Kino, total spannend – das Highlight des Tages!!!

Zufrieden und fasziniert kehrten wir langsam wieder Richtung heimwärts zurück. Da begegneten wir vielen Fischern und Schaulustigen sowie Familienvätern, die ganz normal anstelle eines Wanderstocks mit einer Pistole, Gewehr oder einer Pump-Gun durch den Wald spazierten. Ein ziemlicher Wiederspruch (gibt es hier noch viele:-), wenn man bedenkt, dass sogar Alkohol in der Öffentlichkeit verboten ist!

In den nächsten Tagen ist der Süden Richtung Kanada unser Ziel. Noch heute abend werden wir von Moose Pass weiterfahren... Fotos folgen spaeter!

tschuess
Nicole & Boris

Donnerstag, 23. Juli 2009

Beautiful Alaska

unser momentanes zuhause - wie schön

Die Vorfreude war gross! Ich war super gespannt auf die angeblich wunderschoene Landschaft mit riesen Waeldern, vielen Gletschern sowie Bergen und Seen.

Es ist einfach der absolute Hammer hier. Die Sonne scheint jeden Tag, sodass wir es wirklich geniessen koennen. Obwohl die Muecken eine sehr grosse Plage sind, halten diese uns nicht vom Wandern ab. Bereits am zweiten Tag ging es los, begleitet von tausenden von Muecken und Fliegen (ich hatte ueber 100 Stiche, als wir zurueck waren). Der 5stuendige Aufstieg hat sich gelohnt, schweissgebadet auf dem Gipfel angekommen, wurden wir mit einem super Panorama belohnt.

Unser momentanes Zuhause liegt in Moose Pass im Wald, ohne fliessendes Wasser sowie Strom. Die Blockhuette von Jason ist genial. Jeden Tag verwoehnen wir uns mit selbstgekochtem Essen... Langweilig ist oder wird es uns hier bestimmt nicht. Entweder schwingen wir uns in die Wanderschuhe, gehen mit dem Kajak auf den See oder relaxen oder geniessen die Sonne beim nichts tun:-) Vor einigen Tagen haben wir den Exit Glacier Trail gemacht. Das Eisfeld war gigantisch und sehr eindrucksvoll.

Bei unseren Wanderungen gehen wir jedes mal wie Irre durch den wild verwachsenen Wald. Wir schreien, pfeifen und singen, egal Hauptsache meoglichst viel Laerm, um uns bei den Baeren anzumelden. Baeranoia - bald gibts ein Baerenspray:-)

mehr folgt spaeter...

Mittwoch, 22. Juli 2009

Willkommen in Amerika!

Willkommen in Amerika!

Nach einigen Stunden erreichten wir Panama, unser Kurzzeitiger Aufenthalt mit Abstecher zum Panamakanal. Es war so heiss in unseren Jeans & Wanderschuhen (hm, unsere Reise-Flug-Bekleidung). Gut, mit Taxi zurueck zum Flughafen, da der Bus einfach nicht kommen wollte.

Endlich in San Francisco - 23.30! Kein Schwein war am Flughafen und der naechste Bus in Richtung Downtown um 0.30. Zudem hatten wir keine Ahnung wohin, denn wie ueblich hatten wir keine Hostel- bzw. Hotelreservation. Planlos stiegen wir also in den Bus... Zum Glueck war der Buschauffer so hilsbereit. Muede pendelten wir also von Hostel zu Hostel, doch alles war ausgebucht - Scheisseeeeeeee! Wir waren langsam am verzweifeln und unsere Nerven waren ziemlich angespannt. Um 3.30 Uhr konnten wir endlich ins Bett kriechen, was uns jedoch noch nicht erlaubte zu schlafen. Der Feueralarm piepste regelmaessig & dies nicht leise! Gut, wieder aufstehen, runter zur Reception, ab auf den Kasten klettern, Batterien raus & endlich war es ruhig. So sind wir innert Sekunden (nachdem wir fast 24h wach waren) eingeschlafen...

Ausgeruht aber doch noch ein bisschen muede schlenderten wir durch die Stadt zum Golden Gate Park, runter zur Beach, Haight Ashbery. Dabei begegneten wir vielen verwirrten und abgefahrenen bzw. hangengebliebenen Freaks, Hippies, Junkies und Obdachlosen. Die Stadt hat viel zu bieten, sie hat uns echt gefallen. Ausser die vielen Hamburger- und Fastfoodstaende. Kein Wunder sind die Leute so dick, wenn ein Salat fast doppelt soviel kostet wie ein Burger mit Pommes und Getraenk.... traurig aber wahr!

Yosemite war unser naechstes Ziel. Wir verliesen die Stadt natuerlich mit einer Fahrt ueber die mit Nebel umwobene Golden Gate Bridge. Der Foetelistop auf dem Rastplatz durfte nicht fehlen:-) Mit unserem Mietauto sowie einem Hitchhiker auf dem Hintersitz fuhren wir ins Yosemite Valley. Die Landschaft im Tal gleicht einem Bilderbuch. Sehr eindrucksvoll und traumhaft schoen. Das Wetter spielte zum Glueck auch mit, sodass wir draussen im Freien neben dem Fluss uebernachten konnten. Als wir am naechsten morgen zurueckkehrten, fanden wir saemtliche Baerenabdruecke auf dem ganzen Auto. Ups, nochmals Glueck gehabt!

Nun konnten wir es kaum erwarten nach Anchorage, Alaska zu fliegen....ab in die Natur!

Sonntag, 19. Juli 2009

Galapagos Islands

wunderschoene Aussicht

Lange ist es her und viel, sogar sehr viel positives haben wir in diesem Monat erlebt. Internet war nicht immer vorhanden oder dann hatten wir einfach keine Lust einen ganzen Tag vor dem Bildschirm zu verbringen, da die Computer sehr langsam waren! Sorry fuer das lange warten...

Gut, nach Tena (Ecuador) ging es mit dem Bus weiter nach Quito. Der Countdown lief, noch wenige Tage und dann gings los auf die Galapagos Inseln. Doch zuerst haben wir einen Abstecher zur Mitte der Erde (Mitad del Mund) unternommen, natuerlich ein typischer Touriausflug aber doch noch speziell. Endlich hatten wir wieder einmal die Gelegenheit unsere Finger beim Bouldern im Rocodromo zu strecken.

Am naechsten Tag flogen wir nach San Cristobal und wurden dort von Gustavo "Guschti" (unserem Guide) abgeholt & auf das aelteste Piratenschiff auf den Galapagos Inseln hinaus geschaukelt. Herzlich wurden wir empfangen und mit einem super Essen verwoehnt. Kurze Zeit spaeter stand bereits Schnorcheln auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin genossen mehrere Iguanas die Sonne, die Seeloewen spielten mit uns im Wasser und etwa 6 Schildkroeten schwammen gemuetlich neben uns durchs Meer. Wow - einfach der absolute Hammer, uns fehlen die Worte dafuer! Taeglich wurden wir mit wunderschoenen Landschaften und Tieren ueberrascht. Mit unserem Piratenschiff schaukelten wir immer wieder zu einsamen Buchten um zu schnorcheln und das Inselinnere naeher zu betrachten. Unglaublich viel haben wir allein beim Schnorcheln gesehen. Doch wirklich belohnt wurden wir bei unseren 2 Tauchgaengen - Haie, riesen Manta, Schildkroeten und noch vieles mehr...

Da kam der grosse Augenblick fuer Boris, was er schon immer einmal machen wollte - Pferde reiten. Boris hat sich tatsaechlich auf ein Pferd geschwungen und ist durch die Gegend geritten, jedoch im extra langsamen Laufschritt, sodass er ja nicht runterfiel :-). Waehrend unserem kurzen Marsch zum Vulkan genossen wir die Ausblicke auf die faszinierende "Mondlandschaft".

Zudem musste ich feststellen, dass ich allergisch bin auf Wespen:-( Innert kuerzester Zeit war mein Bein so angeschwollen, meine Arme sowie Augenlieder voller Ausschlag...

Da unser WC einen sehr unangenehmen Duft in unserer Mini-Kabine verbreitete, schliefen wir ab & zu auf dem Deck unter dem Sternenhimmel. Das Boot schwankte manchmal wie wild hin und her, Pillen sei Dank und ich schlief wie ein Stein :-) Eines morgens schwamm sogar ploetzlich ein Delphin Clan bei unserem Piratenschiff vorbei.

Der ganze Trip hat sich wirklich gelohnt (auch wenn er unser Budget ein bisschen gesprengt hat) Boot, Crew, Essen sowie natuerlich die Inseln waren super genial! (Merci Martina fuer d'Wieterempfehlig:-)

Die Zeit vergeht wie im Flug... als wir am naechsten Tag wieder in Quito erwachten, war wieder Klettern angesagt. Noch eine kurze Wanderung auf den Pichincha mit Ausblick ueber Quito und schon wieder hiess es: Rucksack packen und ab nach San Francisco!