
Die ersten 2 Tage in Kathmandu waren sehr anstrengend: nach Kanada ein ziemlicher Kulturschock und zudem der Jetleg. Gluecklicherweise fuehrte uns Yubika durch Kathmandu, die lebende Stadt der tausend Tempel. Vielen herzlichen Dank - "muri muri dhanyabad!" Boris war wie ein Magnet und zog Verkaeufer sowie Bettler auf der ganzen Strecke staendig an. Alles lief wie am Schnuerchen; die Permits sowie Bustickets wurden fuer uns organisiert, einfach unglaublich. Nach zwei Tagen in Kathmandu war unser Bedarf an Abgasen und Stress gedeckt. Deshalb stiegen wir in den naechsten Bus nach Pokhara. Von dort aus gings am naechsten morgen nach Besishahar, den Anfang unserer mehrwoechigen Rundreise. Als erstes genossen wir die kurze Fahrt mit dem Jeep nach Khudi. Mit Conni und Daniele zogen wir dann endlich mit unseren Fuessen weiter nach Bhulebhule zum Teahouse, indem wir unsere 1. Nacht verbrachten.
Unterwegs begegneten wir zwei wunderschoenen Gottesanbeterinnen. Der erste Wandertag verlief hervorragend: saftig gruene Landschaft mit unzaehligen Reisterrassen, Sonnenschein, Wasserfaellen sowie strahlende Kinder. Beim Mittagessen hohlte uns der erste Regen ein, der uns die naechsten drei Tage begleitete. Leider hatte ich (Boris) in der zweiten Nacht Fieber, was mir gar nicht recht war. Nach Boris kurzer aer heftiger Krankheit (mit Malariaverdacht) & kurzem Doktorbesuch gings mit Antibiotika zum Glueck weiter. Malaria negativ - Diagnose gemaess Bluttest: Bakterielle Infektion, also keine Sorgen!
Endlich oeffnete sich das Tal und wir erreichten eine atemberaubende Landschaft, umgeben von gigantischen Bergen. Saemtliche 7'000er wie Annapurna III und Gangapurna waren bei unserem Tagesausflug zum Ice Lake zum greiffen nah. Wir sind echt sprachlos. Nachdem wir uns gut in Manang auf 3'500 Meter anklimatisiert haben, war der Thorung La Pass nicht mehr weit entfernt. Je hoeher wir kamen, desto karger wurde die Gegend.
Die Luft wurde immer duenner als wir in der kalten jedoch sternenklaren Nacht um 5Uhr aufbrachen. Nach 5.5 Stunden Schritt fuer Schritt erreichten wir 5416 Meter, den Thorung La Pass. Wunderschoene hochalpine verschneite Landschaft und langsame Schritte brachten uns runter nach Muktinath, wo wir uns einen Tag goennten um uns zu erholen. Leider fand ab diesem Dorf ein ziemlicher Wechsel statt: Eine befahrbare Strasse, auf der Personen mit dem Jeep oder Bus hinauf transportiert werden koennen. Doch dort gefiel es uns nicht wirklich und deshalb zogen wir weiter durch wunderschoene kleine Doerfer bis nach Jomsom. Dort uebernachteten wir an einem speziellen Ort und zwar im selben Guesthouse, indem Jimmy Hendrix im Oktober 1967 uebernachtete (sogar noch im gleichen Zimmer:-) Weiter ging es auf einer alternativen Strecke bis Marpha. Im Gegensatz zu unserer bisherigen "Fuss-Reise" gings fuer kurze Zeit mit dem Bus weiter. Mit einem Zwischenstop und steilem Aufstieg zum eindruecklichen Daulagiri Icefall kamen wir 2 Tage spaeter in Tatopani an. Irgendwie fuehlten wir uns in einer voellig anderen Welt, zurueck im Jungle. Allesging ploetzlich so schnell, war wieder gruen, bluehte, die Grillen zirpten wieder aber es wurde waermer.
Vom Talgigs steil aufwaerts vorbei an traumhaften Plaetzchen. Ploetzlich warenauch die mittlerweilen bekannten Berge wieder ersichtlich. Geschafft, atemberaubendes Panorama vom Poon Hill! Nach einer super erlebnisreichen 3 woechigen Fuss-Reise zu viert, hiess es in Gorepani Abschied nehmen von Daniele und Coni:-(
Nun waren wir zu zweit unterwegs. Da uns das Annapurnagebiet so gut gefiel, haben wir uns entschieden noch einige Tage anzuhaengen. Unser Ziel war das Annapurna Basecamp. Staendig war das Ueberholen von Karawannen angesagt. Doch es hat sich gelohnt: Die Belohnung war ein 360 Grad Superpanorama vom Annapurna Basecamp. Alles verlief ein bisschen im Schnelldurchlauf. Das "little Paradise"hat sich echt gelohnt, denn es war ein wirkliches Paradies,wo wir uns zum Abschluss einen Relaxing Tag goennten. Wir konnten es selber kaum fassen, dass in 2 Tagen unser traumhafte 1 monatige Trek zu Ende sein wird.
Dieser Trek war einfach wooooooooouuuuuuuuuuuu, es gibt echt keine Worte dafuer! Ettliche tausende Hoehenmeter und ca. 300Km mehr unter den Sohlen (sodass ich meine Wanderschuhe nicht mehr brauchen kann) fuehrten uns zurueck nach Pokhara.
Hier war als erstes mal gutes Essen und ein Wiedersehen mit Daniele & Coni angesagt. Leider hat es auch mich noch erwischt mit einer heftigen bakteriellen Infektion (die Details der schlaflosen Nacht lassen wir mal bleiben) - Antibiotika sei Dank:-) Mittlerweilen sind wir beide wieder purlimunter... denn morgen geht es fuer einige Tage in den Jungle (Chitwan Nationalpark), bevor es mitte November ab nach Thailand geht.
Mit einer Ausbeute von ueber 1'000 Fotos faellt uns die Entscheidung nicht leicht. Deshalb habt noch ein bisschen Geduld, das warten lohnt sich:-) Fotos folgen...
So, das wars wieder einmal von unserer Seite, liebe Gruesse & bis bald
Hey Daniele & Coni: Es war echt Haaaametuuuum mit euch! Merci fuer die gute Zeit & bis hoffentlich bald in der Schweiz bei Pasta & Fotosession:-)