Donnerstag, 28. Januar 2010

Tonsai das Kletterparadies

Big Wave Aussicht


Nach einer langen Sendepause ist dieser vielleicht der letzte Eintrag auf unserem Blog... Bei dem riesigen Kletterangebot in Tonsai hatten wir einfach keine Zeit & Lust fuers Internet gefunden, wir bitten um Verstaendnis:-)
Fast jeden Tag schwitzten wir literweise in den gluehenden Waenden von Tonsai. Nach den wunderschoenen Sonnenuntergaengen am Strand (jedoch mit unzaehligen laestigen Muecken) waren wir bereit fuer das leckere Nachtessen. Auch ein Schlummi vor dem Schlaf hat noch niemandem geschadet... und schon sind 6 Wochen vergangen. Alleine waren wir eigentlich fast nie unterwegs, denn wir haben super tolle Schweizer kennengelernt (Faebu, Dominique, Furli & Caro - isch super Ziit gsi mit eu). Zudem ist Tina gekommen:-) Vielen, vielen, vielen Dank fuer die besten Cervelats & echte CH-Schoggi!

Zu siebt gingen wir klettern, essen, haben Tagesausfluege unternommen in die Lagune, gingen Kajaken & hatten einfach eine tolle Zeit zusammen - Tonsai is the place to be! Wir werden bestimmt wieder zurueckgehen, da noch immer gewisse Projekte auf uns warten und die Felsen ja nicht davon laufen:-)

Eines Tages haben wir es trotzdem geschafft unsere sieben Sachen zu packen & gingen nach Koh tao um zu tauchen. Der Strand war super schoen und kitschig und die Bar EAZY! Nun sitzen wir nochmals in Bangkok, denn Tina fliegt in drei Tagen bereits wieder nach Hause:-( Tina isch super mit dir, mier werded dich vermisse aber mier muend dir ja nur fuer e wuche tschuess saege!

Bei uns sind die Tage nun wirklich gezaehlt... fuer die letzte Woche fahren wir noch nach Koh Chang um Sonne aufzutanken, damit wir nicht gleich erfieren wenn wir in der Schweiz ankommen.

also dann bis in 10 Tagen
liebe Gruesse von uns allen
Boris, Tina & Nicole

Freitag, 25. Dezember 2009

Von Nepal nach Thailand

sadu

ES ist schon sehr lange her seit wir unseren Blog gefuettert haben. Unterdessen ist viel zeit vergangen & wir sind bereits in Thailand und geniessen hier die warmen Temperaturen am Strand.

Also, ich versuche mich mal kurz zurueck zu erinnern... Nachdem wir uns vom langen Trek erholt hatten, gings fuer einige Tage in den Chitwan Nationalpark. Dort wollten wir uns eingentlich ein bisschen erholen. Doch die Abenteuerlust hat uns schnell wieder gepackt & wir sind mit einem Guide (alleine ist es nicht erlaubt) 3 Tage durch den Jungle spaziert. Angeblich hat es dort sehr viele Nashoerner & Tiger. Leider hatten wir nicht sehr grosses Glueck, denn wir haben nur ein einziges Nashorn gesehen & dieses erst noch von hinten. Tja, man kann nicht alles haben... Nach einigen Tagen hiess es wieder aufbrechen, ab nach Kathmandu und in den Flieger nach Bangkok.

Es war ein kleiner Schock, als wir in Bangkok ankamen. Alles war so sauber, moderne Autos & Hochhaeuser, viele Touris - Anfangs alles ein bisschen viel & anstrengend. Also fuhren wir mit dem Nachtzug nach Chiang Mai. Eigentlich kamen wir fuers Klettern, doch die Bakterien meinten es gar nicht gut mit uns, sodass wir fuer laengere Zeit keine Energie hatten. Nicht ein besonders guter Start fuer Thailand...

Mittlerweilen geht es uns wieder super. Wir sind im Sueden Thailands in Tonsai, in der Naehe von Krabi. Fast jeden Tag gehen wir klettern & zur Abkuehlung ins Meer. Bald kommt uns Tina besuchen, jupeeee :-) solange werden wir hier auf sie warten und die noch nicht gekletterten Routen auskundschaften...

Wir wuenschen allen einen super guten Rutsch ins 2010 & sonnige Gruesse aus Thailand

Bis zum naechsten mal

Sonntag, 8. November 2009

1 monatige Annapurna Fussreise



Die ersten 2 Tage in Kathmandu waren sehr anstrengend: nach Kanada ein ziemlicher Kulturschock und zudem der Jetleg. Gluecklicherweise fuehrte uns Yubika durch Kathmandu, die lebende Stadt der tausend Tempel. Vielen herzlichen Dank - "muri muri dhanyabad!" Boris war wie ein Magnet und zog Verkaeufer sowie Bettler auf der ganzen Strecke staendig an. Alles lief wie am Schnuerchen; die Permits sowie Bustickets wurden fuer uns organisiert, einfach unglaublich. Nach zwei Tagen in Kathmandu war unser Bedarf an Abgasen und Stress gedeckt. Deshalb stiegen wir in den naechsten Bus nach Pokhara. Von dort aus gings am naechsten morgen nach Besishahar, den Anfang unserer mehrwoechigen Rundreise. Als erstes genossen wir die kurze Fahrt mit dem Jeep nach Khudi. Mit Conni und Daniele zogen wir dann endlich mit unseren Fuessen weiter nach Bhulebhule zum Teahouse, indem wir unsere 1. Nacht verbrachten.

Unterwegs begegneten wir zwei wunderschoenen Gottesanbeterinnen. Der erste Wandertag verlief hervorragend: saftig gruene Landschaft mit unzaehligen Reisterrassen, Sonnenschein, Wasserfaellen sowie strahlende Kinder. Beim Mittagessen hohlte uns der erste Regen ein, der uns die naechsten drei Tage begleitete. Leider hatte ich (Boris) in der zweiten Nacht Fieber, was mir gar nicht recht war. Nach Boris kurzer aer heftiger Krankheit (mit Malariaverdacht) & kurzem Doktorbesuch gings mit Antibiotika zum Glueck weiter. Malaria negativ - Diagnose gemaess Bluttest: Bakterielle Infektion, also keine Sorgen!

Endlich oeffnete sich das Tal und wir erreichten eine atemberaubende Landschaft, umgeben von gigantischen Bergen. Saemtliche 7'000er wie Annapurna III und Gangapurna waren bei unserem Tagesausflug zum Ice Lake zum greiffen nah. Wir sind echt sprachlos. Nachdem wir uns gut in Manang auf 3'500 Meter anklimatisiert haben, war der Thorung La Pass nicht mehr weit entfernt. Je hoeher wir kamen, desto karger wurde die Gegend.

Die Luft wurde immer duenner als wir in der kalten jedoch sternenklaren Nacht um 5Uhr aufbrachen. Nach 5.5 Stunden Schritt fuer Schritt erreichten wir 5416 Meter, den Thorung La Pass. Wunderschoene hochalpine verschneite Landschaft und langsame Schritte brachten uns runter nach Muktinath, wo wir uns einen Tag goennten um uns zu erholen. Leider fand ab diesem Dorf ein ziemlicher Wechsel statt: Eine befahrbare Strasse, auf der Personen mit dem Jeep oder Bus hinauf transportiert werden koennen. Doch dort gefiel es uns nicht wirklich und deshalb zogen wir weiter durch wunderschoene kleine Doerfer bis nach Jomsom. Dort uebernachteten wir an einem speziellen Ort und zwar im selben Guesthouse, indem Jimmy Hendrix im Oktober 1967 uebernachtete (sogar noch im gleichen Zimmer:-) Weiter ging es auf einer alternativen Strecke bis Marpha. Im Gegensatz zu unserer bisherigen "Fuss-Reise" gings fuer kurze Zeit mit dem Bus weiter. Mit einem Zwischenstop und steilem Aufstieg zum eindruecklichen Daulagiri Icefall kamen wir 2 Tage spaeter in Tatopani an. Irgendwie fuehlten wir uns in einer voellig anderen Welt, zurueck im Jungle. Allesging ploetzlich so schnell, war wieder gruen, bluehte, die Grillen zirpten wieder aber es wurde waermer.

Vom Talgigs steil aufwaerts vorbei an traumhaften Plaetzchen. Ploetzlich warenauch die mittlerweilen bekannten Berge wieder ersichtlich. Geschafft, atemberaubendes Panorama vom Poon Hill! Nach einer super erlebnisreichen 3 woechigen Fuss-Reise zu viert, hiess es in Gorepani Abschied nehmen von Daniele und Coni:-(

Nun waren wir zu zweit unterwegs. Da uns das Annapurnagebiet so gut gefiel, haben wir uns entschieden noch einige Tage anzuhaengen. Unser Ziel war das Annapurna Basecamp. Staendig war das Ueberholen von Karawannen angesagt. Doch es hat sich gelohnt: Die Belohnung war ein 360 Grad Superpanorama vom Annapurna Basecamp. Alles verlief ein bisschen im Schnelldurchlauf. Das "little Paradise"hat sich echt gelohnt, denn es war ein wirkliches Paradies,wo wir uns zum Abschluss einen Relaxing Tag goennten. Wir konnten es selber kaum fassen, dass in 2 Tagen unser traumhafte 1 monatige Trek zu Ende sein wird.

Dieser Trek war einfach wooooooooouuuuuuuuuuuu, es gibt echt keine Worte dafuer! Ettliche tausende Hoehenmeter und ca. 300Km mehr unter den Sohlen (sodass ich meine Wanderschuhe nicht mehr brauchen kann) fuehrten uns zurueck nach Pokhara.

Hier war als erstes mal gutes Essen und ein Wiedersehen mit Daniele & Coni angesagt. Leider hat es auch mich noch erwischt mit einer heftigen bakteriellen Infektion (die Details der schlaflosen Nacht lassen wir mal bleiben) - Antibiotika sei Dank:-) Mittlerweilen sind wir beide wieder purlimunter... denn morgen geht es fuer einige Tage in den Jungle (Chitwan Nationalpark), bevor es mitte November ab nach Thailand geht.

Mit einer Ausbeute von ueber 1'000 Fotos faellt uns die Entscheidung nicht leicht. Deshalb habt noch ein bisschen Geduld, das warten lohnt sich:-) Fotos folgen...
So, das wars wieder einmal von unserer Seite, liebe Gruesse & bis bald

Hey Daniele & Coni: Es war echt Haaaametuuuum mit euch! Merci fuer die gute Zeit & bis hoffentlich bald in der Schweiz bei Pasta & Fotosession:-)

Montag, 28. September 2009

Vancouver Island - Westcoast Trail

morgenstimmung

Ist mittlerweilen auch schon eine Weile her... Von Revelstoke gings auf ziemlich direktem Weg zum Hafen in Vancouver und von dort ab nach Nanaimo, Vancouver Island. Glücklicherweise erwischten wir gerade noch die letzte Fähre. Leider regnete es die ersten Tage in Tofino wie aus Kübeln. Die Entscheidung fiel uns schwer, ob wir den Westcoast Trail wirklich machen sollten. Denn kostengünstig war die ganze Angelegenheit nicht. Zudem waren wir in diesem Regenwetter nicht gerade in Wanderstimmung... Doch irgendwie hat es uns trotzdem unter den Füssen gekitzelt, da auch plötzlich die Sonne schien:-)

Zwei Tage später kamen wir in Bamfield, dem Anfangspunkt vom Westcoast Trail an. Die Wettervorhersage war auch hervorragend. Obwohl es die ganze Nacht durchgeregnet hat & es am morgen immer noch regnete, machten wir uns vollbepackt mit Zelt und Essen für 6 Tage auf den Weg. Die Rucksäcke waren zu Beginn sehr schwer (kein Wunder mit all den Guten Sachen, gäll Kathrin & Tobi, Prost!!!) Kurz nach unserem Abmarsch machte sich die gute Wettervorhersage bereits bemerkbar: Regenstop! Doch der Weg war nach den vielen Regentagen dementsprechend matschig... Vielen denen wir begegneten waren bis fast zu den Knien voller Schlamm... was erwartete uns da?! Nach fünf gemütlich pflotschigen Stunden Wandern, erreichten wir unseren ersten Schlafplatz, welcher direkt am Meer lag. Das Feuer brannte auch schon um unsere „Smores“ (kanadisches Kulturgut) zu schmoren

Den nächsten Tag nahmen wir gemütlich in Angriff. Zuerst mal Schuhe ausziehen und ab durch den kalten Fluss. Da hörten wir tatsächlich zwei die sich auf „Bärn-Dütsch“ unterhielten. Ab diesem Zeitpunkt zogen wir für die weiteren fünf Tage zu viert weiter.Jeder Tag war sehr abwechslungsreich, mal stunden lang am Strand entlang (hehehehe Kathrin:-)) und zur Abkühlung in den Wald. Das Rauschen des Meeres war auch ständig zu hören und immer wieder wurden wir mit traumhaften Aussichten belohnt. Zu unseren Gunsten blieb das Wetter stabil und somit konnten sich die Wege vom grössten Matsch erholen. Die Schlafplätze waren auch der absolute „Börner“. Einmal direkt neben den Tsusiat Falls (herrliches Erfrischungsbad), dann sonst an einem super Strand – einfach genial. Natürlich durfte der Gin Tonic, Indianertabak sowie ein täglicher Dessert nicht fehlen!!! Die Baumstammwege durch den Regenwald und die Brücken, 2-Personen-Seilbahnen sowie unzählige Leitern brachten wir unversehrt hinter uns.

Am letzten Tag mussten wir Nachmittags wieder zurück nach Bamfield stöppeln. Da es eine sehr selten befahrene Schotterstrasse war, mussten wir dementsprechend sehr lange warten. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben, als uns doch noch jemand mitnahm und wir schlussendlich um 23 Uhr dreckig, müde und hungrig bei unserem „zu Hause“ ankamen. Noch kurz was gegessen und dann klebrig in den Schlafsack gekrochen...

Am nächsten Morgen sind wir bereits um 7 Uhr wieder losgefahren. Wir brauchten dringendst eine Dusche. Doch zuerst musste Gordito zum Doktor, da sein Auspuff gebrochen und geschweisst werden musste (die Schotterstrasse hatte doch sehr viele Löcher und Waschbretter). Und dann... nach acht Tagen endlich eine Dusche mit Whirlpool und Sauna – wir fühlten uns wie neu geboren:-)
Hey Kathrin & Tobi – es hat echt Spass gemacht mit euch:-)

Die letzten Tage in Kanada verbrachten wir mehrheitlich in Vancouver. Leider kamen wir nicht zum geplanten Klettern in Squamish, da wir die Zeit in den Autoverkauf investieren mussten. Vancouver ist echt eine geniale Stadt, direkt am Meer, umgeben von Bergen, Sushi Paradies (Tina, du würsch es da liebe:-)) und nicht allzu hektisch. Auch hier wurde es uns nicht langweilig – eine lustige Rundfahrt mit dem Tandem durch den Stanley Park und die Wanderung auf den Chief in Squamish mit super Ausblick haben wir doch noch geschafft.

Nach einer sehr, sehr langer Reise sind wir nun in Kathmandu angekommen. Glücklicherweise wurden wir von Yubika vom Flughafen abgeholt:-). In den nächsten Tagen werden wir uns bald mal auf den drei wöchigen „Annapurna Circuit Trek“ begeben.

Donnerstag, 3. September 2009

Beautiful Canada

Wilcox Mountain im Hintergrund


In Jasper begegneten wir beim Klettern Martin, ein Kanadisch-Slowakischer Lebenskünstler, bei dem wir mit seiner Frau Christine und seinem 10-Wochen altem Sohn Taiko ein paar Tage hausen durften. Vielen Dank!!! Hauptsächlich waren wir am Klettern. Ich (Boris) gab mir mit Martin eine mörderische Bike- & Scramble-Tour auf den Pyramide Mountain (sehr anstrengend - sportliche 1500 Höhenmeter), während sich Nicole einen Wellness-Tag gönnte:-).

Weiter gings Richtung Süden, nach Lake Louise mit Stop und Wanderung auf den Wilcox Mountain, von dem wir einen super Panoramablick auf den Columbia Gletscher geniessen konnten. Noch einen kurzen Halt beim Peyto Lake sowie Lake Louise Teahouse und schon waren wir in Banff, der Touristenstadt. Natürlich gings auch dort an die Felsen um zu klettern... Wir sind dann auch bald nach Canmore zum weiterklettern, (Super!!!) was zum Glück nicht mehr im "scheiss" Nationalpark war. Wir bekamen in Banff nämlich eine Warning Notice vom Park Ranger, der uns unsanft aus dem Schlaf gerissen hat, weil wir auf einem Parkplatz und nicht (wie vorgeschrieben) in einem Campingplatz übernachtet haben. Illegale Angelegenheit und nochmals gut davongekommen...

Zur Zeit gibt es nicht sehr gemütliche Plätzchen für unsere Übernachtungen, sodass wir bei Regen sogar unter dem Dach des Einkaufszentrums (wie Penner) kochten:-) Nun sitzen wir in Revelstoke in einem Cafe mit Kerzenlicht, da es durch den heftigen Sturm im ganzen Dorf nirgends mehr Strom gibt.

Unsere Tage in Kanada gehen langsam dem Ende entgegen. Noch ca. 3 Wochen... Es gäbe noch soooooo viel zu unternehmen. Unsere Prioritäten sind jedoch Klettern in Squamish und noch einen Abstecher auf Vancouver Island, bevor es dann Ende September weiter nach Nepal geht.

Grüessli & bis bald