
Ist mittlerweilen auch schon eine Weile her... Von Revelstoke gings auf ziemlich direktem Weg zum Hafen in Vancouver und von dort ab nach Nanaimo, Vancouver Island. Glücklicherweise erwischten wir gerade noch die letzte Fähre. Leider regnete es die ersten Tage in Tofino wie aus Kübeln. Die Entscheidung fiel uns schwer, ob wir den Westcoast Trail wirklich machen sollten. Denn kostengünstig war die ganze Angelegenheit nicht. Zudem waren wir in diesem Regenwetter nicht gerade in Wanderstimmung... Doch irgendwie hat es uns trotzdem unter den Füssen gekitzelt, da auch plötzlich die Sonne schien:-)
Zwei Tage später kamen wir in Bamfield, dem Anfangspunkt vom Westcoast Trail an. Die Wettervorhersage war auch hervorragend. Obwohl es die ganze Nacht durchgeregnet hat & es am morgen immer noch regnete, machten wir uns vollbepackt mit Zelt und Essen für 6 Tage auf den Weg. Die Rucksäcke waren zu Beginn sehr schwer (kein Wunder mit all den Guten Sachen, gäll Kathrin & Tobi, Prost!!!) Kurz nach unserem Abmarsch machte sich die gute Wettervorhersage bereits bemerkbar: Regenstop! Doch der Weg war nach den vielen Regentagen dementsprechend matschig... Vielen denen wir begegneten waren bis fast zu den Knien voller Schlamm... was erwartete uns da?! Nach fünf gemütlich pflotschigen Stunden Wandern, erreichten wir unseren ersten Schlafplatz, welcher direkt am Meer lag. Das Feuer brannte auch schon um unsere „Smores“ (kanadisches Kulturgut) zu schmoren
Den nächsten Tag nahmen wir gemütlich in Angriff. Zuerst mal Schuhe ausziehen und ab durch den kalten Fluss. Da hörten wir tatsächlich zwei die sich auf „Bärn-Dütsch“ unterhielten. Ab diesem Zeitpunkt zogen wir für die weiteren fünf Tage zu viert weiter.Jeder Tag war sehr abwechslungsreich, mal stunden lang am Strand entlang (hehehehe Kathrin:-)) und zur Abkühlung in den Wald. Das Rauschen des Meeres war auch ständig zu hören und immer wieder wurden wir mit traumhaften Aussichten belohnt. Zu unseren Gunsten blieb das Wetter stabil und somit konnten sich die Wege vom grössten Matsch erholen. Die Schlafplätze waren auch der absolute „Börner“. Einmal direkt neben den Tsusiat Falls (herrliches Erfrischungsbad), dann sonst an einem super Strand – einfach genial. Natürlich durfte der Gin Tonic, Indianertabak sowie ein täglicher Dessert nicht fehlen!!! Die Baumstammwege durch den Regenwald und die Brücken, 2-Personen-Seilbahnen sowie unzählige Leitern brachten wir unversehrt hinter uns.
Am letzten Tag mussten wir Nachmittags wieder zurück nach Bamfield stöppeln. Da es eine sehr selten befahrene Schotterstrasse war, mussten wir dementsprechend sehr lange warten. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben, als uns doch noch jemand mitnahm und wir schlussendlich um 23 Uhr dreckig, müde und hungrig bei unserem „zu Hause“ ankamen. Noch kurz was gegessen und dann klebrig in den Schlafsack gekrochen...
Am nächsten Morgen sind wir bereits um 7 Uhr wieder losgefahren. Wir brauchten dringendst eine Dusche. Doch zuerst musste Gordito zum Doktor, da sein Auspuff gebrochen und geschweisst werden musste (die Schotterstrasse hatte doch sehr viele Löcher und Waschbretter). Und dann... nach acht Tagen endlich eine Dusche mit Whirlpool und Sauna – wir fühlten uns wie neu geboren:-)
Hey Kathrin & Tobi – es hat echt Spass gemacht mit euch:-)
Die letzten Tage in Kanada verbrachten wir mehrheitlich in Vancouver. Leider kamen wir nicht zum geplanten Klettern in Squamish, da wir die Zeit in den Autoverkauf investieren mussten. Vancouver ist echt eine geniale Stadt, direkt am Meer, umgeben von Bergen, Sushi Paradies (Tina, du würsch es da liebe:-)) und nicht allzu hektisch. Auch hier wurde es uns nicht langweilig – eine lustige Rundfahrt mit dem Tandem durch den Stanley Park und die Wanderung auf den Chief in Squamish mit super Ausblick haben wir doch noch geschafft.
Nach einer sehr, sehr langer Reise sind wir nun in Kathmandu angekommen. Glücklicherweise wurden wir von Yubika vom Flughafen abgeholt:-). In den nächsten Tagen werden wir uns bald mal auf den drei wöchigen „Annapurna Circuit Trek“ begeben.
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