Von La Paz ging es mit einer Horror Busfahrt nach Uyuni ab in die groesste Salzwueste. Habe es mir lange ueberlegt ueberhaupt dort hinzufahren, doch schliesslich nach vielen Empfehlungen von fast allen Reisenden hat es sich echt gelohnt. Es war super eindruecklich, diese Weite und nur Salz, Salz und nochmals Salz wo man hinschaut. Es war zwar ziemlich eng in unserem Jeep und die Polizei wollte uns zuerst auch nicht weiterfahren lassen, da 8 Personen im Auto sassen und erlaubt sind sechs :-)... doch mit Geld funktioniert fast alles hier in Suedamerika. So bezahlte der Fahrer nach etwa 40 Minuten warten 300 Soles (ca. 100 Dollar) und los gings.
Nach einem kurzen Aufenthalt gings wieder ab nach La Paz und auf direktem Weg nach Arequipa wieder zurueck nach Peru. Obwohl es auch eine grosse Stadt ist habe ich mich dorf super wohl gefuehlt. Das Hostel, die Leute und die Atmosphaere war mein Gusto:-) In der Naehe fliegen viele Condore durch die Luefte - also entschloss ich mich,auf eigne Faust die Gegend zu entdecken...
Wieder mal mit einem Bus nach Chivay, dort war zuerst einmal Wellness angesagt in einem Thermalbad:-) Am naechsten Tag fuhr ich mit dem ersten Bus (um 4 Uhr morgens:-) zum Cruz del Condor, dem Aussichtsort fuer Condore. Es war a....kalt bis die Sonne endlich hervorkam & mich wieder aufwaermte. Warten, warten und nochmals warten bis endlich die Condore am Himmel auftauchten... und auch immer mehr Touristen.
Nun ging es ab in den tiefsten Canon der Welt... hinunter zum Fluss. Eine Wanderkarte gibt es nicht wirklich. Zum Glueck habe ich von einem Polizisten eine Art "Wanderkarte" bekommen. Hm, irendwie gab es aber viel mehr Wege, als auf der Karte eingezeichnet waren. Die Kacke der Maultiere waren reine Irrefuehrungen und so verlief ich mich ein bisschen und irrte tatsaechlich ca. 2 Stunden in den Huegeln herum:-) landete ploetzlich in irgendeinem Maisfeld... Ich entschloss mich nochmals den Huegel runter zu marschieren... und endlich fand ich auch den richtigen Weg. Nach etwa 8 Stunden wandern (und man bedenke, dass ich um 3 Uhr morgens aufgestanden bin) bin ich muede und sehr hungrig in der Oasis angekommen. Ausgeruht machte ich mich am naechsten morgen frueh wieder auf den Weg. 2.5 Stunden aufwaerts, um 7.30 war es bereits sehr warm & der Schweiss tropfte mir nur so runter... Nach einer kleinen Erfrischung stand der Bus nach Arequipa schon bereit. An jedem kleinen Ort hielt der Bus an und ich war noch nie in einem solch vollgestopften Bus. Obwohl der Bus schon voll war, wurde noch mehr gestopft, unglaublich... Die Gerueche waren auch unbeschreiblich... alles moegliche war in dem Bus!
So nur noch ein paar mal schlafen und Boris kam schon bald:-) Zurueck in Arequipa buchte ich mein Bus nach Lima. Am Tag der Abreise hatte ich endlich wieder mal die Moeglichkeit klettern zu gehen, jupeeee! So rechtzeitig machte ich mich auf den Weg zum Busterminal, dass ich den Bus ja nicht verpasse. Da hiess es: " Nein der Bus faehrt nicht! Die Strasse nach Lima ist gesperrt - Streik! Der naechste Bus faehrt erst in 3 Tagen" Ups, hm ok, Boris kam in 2 Tagen in Lima an und ich wollte ihn doch unbedingt vom Flughafen abholen... ja die einzige Moeglichkeit rechtzeitig in Lima anzukommen war ein Flug zu buchen! So ging ich wieder zurueck in die Stadt, buchte ein Flug und am naechsten Tag war ich dafuer in 1,5 Studen (statt in 15 Studen) in rechtzeitig in Lima:-) So mein Egotrip ist nun zu Ende. Es war eine super Zeit, ich lernte sehr viele tolle Leute kennen, freue mich aber auch auf die weitere Reisezeit zu zweit!
Dienstag, 26. Mai 2009
Dienstag, 12. Mai 2009
ab nach Bolivien
Puno ist nichts besonderes... viele Personen unternehmen von hier aus Trips auf die verschiedenen Inseln auf dem Titicaka See. Da ich wieder alleine unterwegs war, habe ich beschlossen einen Tagesausflug mit anderen Touris zu machen. Also ging ich auf die schwimmenden Uros Inseln. Ist noch eindruecklich aber irgendwie eine typische Tourisache. Fuer alles wollen die Geld, tja... Schliesslich fuhr ich dann mit dem Bus ueber die Grenze nach Bolivien, nach Copacabana. Dort kam Ferienstimmung auf:-) Ich traf zudem zwei nette Schweizer (Dani & Tanja, Dani arbeitet sogar in Uster, dieser Zufall:-). Von dort aus fuhren wir zusammen mit dem Boot auf die Isla del Sol. Zur Abwechslung zu den staendigen langen & unangenehmen Busfahrten, liefen wir zu Fuss vom Norden der Insel in den Sueden und sogar hier wollten diese Leute Geld...
So nun hiess es wieder einmal mehr Busfahren aber zum Glueck nur 4 Stunden. La Paz - unglaublich wie die Stadt von oben aussieht, wenn man mit dem Bus ankommt. La Paz liegt auf 3600m und die Abgase in dieser Stadt kann man sich kaum vorstellen. Aus den Auspuffen kommt nur schwarzer Rauch, so viele Autos und alle fahren wie Irre. Doch irgendwie ganz nett. So es war wieder mal an der Zeit mich sportlich zu betaetigen:-) Also entschloss ich mich meinen ersten 6000er zu erklimmen. So ging es einen Tag spaeter los auf den Huayna Potosi, auf 6088m. Am ersten Tag fuhren wir mit dem Auto ins erste Basecamp und anschliessend gingen wir Eisklettern. Mit Eispickel & Steigeisen im Gletscher umher zu spazieren und kletter war echt super. Der zweite Tag war nicht anspruchsvoll, da wir nur ca. 2 Stunden gemuetlich bis ins Rockcamp spazierten. Es hiess nun frueh essen und um ca. 18 gingen wir schlafen, da wir um 24 bereits wieder aufstanden, fruehstueckten und um 1Uhr ging es los. Mitten in der Nacht unter einem unglaublich faszinierendem Sternenhimmel brachen wir mit Stirnlampen auf. Ich war zusammen mit dem Bergfuehrer und einem Australier (Simon) in einer Seilschaft. Tritt um Tritt gings sehr langsam voran, bis Simon ploetzlich stoppte und sich uebergeben musste:-( Gluecklicherweise hatte ich die Moeglichkeit mit zwei anderen Personen und einem Bergfuehrer weiterzugehen. Zu meinem Erstaunen hatte ich keine grossen Probleme. Ich war zu Beginn etwas unsicher wie ich auf dieser Hoehe wohl reagieren werde. Das Atmen fiel mir zwar gegen das Ende immer ein bisschen schwerer aber mit kleinen Zwischenpausen ging das ganz gut. Vor Sonnenaufgang sind wir auf dem Gipfel angekommen. Es war eiskalt, meine Fuesse und Haende spuerte ich kaum mehr, obwohl ich eingepackt war wie ein Eskimo:-) Wir warteten noch bis die Sonne aufging. Dies war traumhaft. Die Anstrengung und das Warten hat sich echt gelohnt und ich wurde mit wunderschoenen Bildern belohnt. Bei Tageslicht stiegen wir dann wieder ab und schon bald wurde es auch sehr warm, alles taute wieder auf. Am selben Tag fuhren wir wieder zurueck nach La Paz. Muede und erschoepft aber total happy ging ich dann schlafen und traeumte von dem super Erlebnis...
So nun hiess es wieder einmal mehr Busfahren aber zum Glueck nur 4 Stunden. La Paz - unglaublich wie die Stadt von oben aussieht, wenn man mit dem Bus ankommt. La Paz liegt auf 3600m und die Abgase in dieser Stadt kann man sich kaum vorstellen. Aus den Auspuffen kommt nur schwarzer Rauch, so viele Autos und alle fahren wie Irre. Doch irgendwie ganz nett. So es war wieder mal an der Zeit mich sportlich zu betaetigen:-) Also entschloss ich mich meinen ersten 6000er zu erklimmen. So ging es einen Tag spaeter los auf den Huayna Potosi, auf 6088m. Am ersten Tag fuhren wir mit dem Auto ins erste Basecamp und anschliessend gingen wir Eisklettern. Mit Eispickel & Steigeisen im Gletscher umher zu spazieren und kletter war echt super. Der zweite Tag war nicht anspruchsvoll, da wir nur ca. 2 Stunden gemuetlich bis ins Rockcamp spazierten. Es hiess nun frueh essen und um ca. 18 gingen wir schlafen, da wir um 24 bereits wieder aufstanden, fruehstueckten und um 1Uhr ging es los. Mitten in der Nacht unter einem unglaublich faszinierendem Sternenhimmel brachen wir mit Stirnlampen auf. Ich war zusammen mit dem Bergfuehrer und einem Australier (Simon) in einer Seilschaft. Tritt um Tritt gings sehr langsam voran, bis Simon ploetzlich stoppte und sich uebergeben musste:-( Gluecklicherweise hatte ich die Moeglichkeit mit zwei anderen Personen und einem Bergfuehrer weiterzugehen. Zu meinem Erstaunen hatte ich keine grossen Probleme. Ich war zu Beginn etwas unsicher wie ich auf dieser Hoehe wohl reagieren werde. Das Atmen fiel mir zwar gegen das Ende immer ein bisschen schwerer aber mit kleinen Zwischenpausen ging das ganz gut. Vor Sonnenaufgang sind wir auf dem Gipfel angekommen. Es war eiskalt, meine Fuesse und Haende spuerte ich kaum mehr, obwohl ich eingepackt war wie ein Eskimo:-) Wir warteten noch bis die Sonne aufging. Dies war traumhaft. Die Anstrengung und das Warten hat sich echt gelohnt und ich wurde mit wunderschoenen Bildern belohnt. Bei Tageslicht stiegen wir dann wieder ab und schon bald wurde es auch sehr warm, alles taute wieder auf. Am selben Tag fuhren wir wieder zurueck nach La Paz. Muede und erschoepft aber total happy ging ich dann schlafen und traeumte von dem super Erlebnis...
Sonntag, 3. Mai 2009
Umgehung Ausangate
Kurz danach ging es mit meinem ersten 5 Taegigen Trekking um den Ausangate los. Ich freute mich sehr. Zuerst fuhren wir mit einem Bus nach Tinque. Dort hiess es zuerst einkaufen fuer die 5 Tage, Pferde beladen und dann die ersten 3.5 Stunden zu Fuss zum ersten Ort wo wir im Zelt uebernachteten. Ich war alleine mit meinem Guide, seinem Bruder und den zwei Pferden. Es wurde sehr frueh dunkel und so hiess es nach dem Nachtessen bald mal "Gute Nacht". Am morgen standen wir jeweils um 6 Uhr auf, assen Fruehstueck und um 7 ging es dann jeweils los. Wir hatten Glueck mit dem Wetter. Obwohl es in der Nacht immer sehr kalt war, meistens regnete oder sogar schneite, schien am Tag die Sonne und ich genoss die wunderschoene Umgebung beim Wandern. Am zweiten Tag erreichten wir einen Pass auf 5000 m.ue.M. und mein Kopf machte sich dabei bemerkbar. Das Atmen fiel mir sehr schwer. Doch nach ein paar Tassen Coca Tee fuehlte ich mich bereits besser... Leider war das WC Papier auch mein taeglicher Begleiter, was wiederum nicht eine sehr gute Kombination ist mit dem Trekking:-( Am letzten Tag konnte ich nicht mehr runterlaufen, sondern nahm dann ein Pack-Pferd in Anspruch. Ja so kam ich dann gluecklich mit sehr vielen positiven Eindruecken aber erschoepft wieder in Cusco an und verbrachte die naechsten zwei Tage leider im Bett:-( Meine Reiseapotheke wurde eingeweiht, doch auch dies habe ich ueberstanden. Fit und munter ging es dann weiter nach Puno...
Cusco und Macchu Picchu
In der Zwischenzeit habe ich sehr viel positives erlebt:-) Nach ein paar gemuetlichen Tagen in Cusco habe ich mich auf den Weg zum Macchu Picchu gemacht. Dieser Ort ist zwar unglaublich touristisch, doch es hat sich trotzdem gelohnt. Nach einer langen Autofahrt sind wir endlich in Hidroelectrica und nach einem 2,5 stuendigen Marsch in Agua Calientes angekommen. Am naechsten morgen hiess es frueh aufstehen, um rechtzeitig beim Macchu Picchu anzukommen. Es regnete in Stroemen und alle Touris huellten sich in farbige Ponchos... Zusammen mit einem Franzosen (Julien) und zwei Amis aus San Francisco (Lily & Devin) verbrachten wir die ersten Stunden mit warten, warten und nochmals warten... Zum Glueck wurde das Wetter auch besser, die Sonne waermte uns wieder auf und wir hatten Zeit, das Wunder der Inkas zu betrachten. Ja und so vergingen wieder 2 Tage mit viel Spass und nach einer langen und chaotischen Taxi-Bus-Fahrt kamen wir wieder gut in Cusco an.
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